Was sind “Volkskrankheiten”?

In der Medizin und auch in den Medien wird häufig über “Volkskrankheiten” gesprochen. Doch nur wenige wissen, wann ein Leiden oder eine Beschwerde zu diesen Krankheiten gezählt werden. Eine Volkskrankheit ist durch zwei wesentliche Faktoren charakterisiert. Zum einen tritt sie über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnt bei sehr vielen Menschen eines Gebiets, wie etwa einem Land oder Kontinent auf, und die Tendenz, dass noch mehr Menschen erkranken, ist steigend. Zum anderen handelt es sich um eine Krankheit, die durch das dauerhafte eigene Fehlverhalten eines Menschen, wie beispielsweise seine falschen Ernährungsgewohnheiten oder Schlafmangel erworben wurde. Außerdem spielt dabei auch der Einfluss gesellschaftlicher Umstände eine Rolle; dies können sowohl die Lebensmittelindustrie als auch der Lärm in einer Großstadt oder Hygienebedingungen sein.

Andere Länder, andere Volkskrankheiten

In Deutschland zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch vor Krebserkrankungen zu den häufigsten Volkskrankheiten. In anderen Ländern sind andere Volkskrankheiten am häufigsten verbreiten. Laut der WHO (World Health Organisation) erkranken weltweit die meisten Menschen an Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und stellen damit die globale Volkskrankheit dar.

Zunehmend mehr psychische Erkrankungen

Weitere weitverbreitete Volks- oder auch Zivilkrankheiten in Deutschland sind unter anderem Diabetes mellitus II, Atemwegerkrankungen wie Asthma, Leiden des Muskel- oder Skelettsystems wie Rückenschmerzen sowie Krankheiten des Verdauungssystems, der Haut oder Zähne.

Eine in Deutschland sich schnell vermehrende Volkskrankheit sind psychische Erkrankungen, hauptsächlich Depressionen oder das Burn-Out-Syndrom. Dies liegt einer repräsentativen Umfrage nach zu urteilen hauptsächlich an dem zunehmend wahrgenommenen Stress der Bundesbürger. Dieser Stress entsteht häufig durch Doppelbelastungen in Beruf und Familie, die Übernahme von zu viel Verantwortung oder Existenzängsten, die durch fehlende Arbeitsplätze oder den drohenden Verlust eines Arbeitsplatzes entstehen können. Jeder dritte Deutsche ist davon betroffen.

Rechtzeitig informieren

Da sich einige Volkskrankheiten durch Früherkennung gut behandeln und bei einer gesunden Lebensweise sogar vermeiden lassen, ist es für Betroffene oder Gefährdete Menschen ratsam, sich bei einem Arzt oder in einer Apotheke informieren und gegeben falls helfen zu lassen.

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