Weißwein und seine Anbaugebiete

Deutschland als typisches Herstellerland von Weißwein liegt im Weinverbrauch an 27. Stelle weltweit. Es ist davon auszugehen, dass der Verbrauch weiter ansteigen wird. Experten rechnen mir einer Steigerung von bis zu 16% in den nächsten Jahren.

Nicht so anspruchsvoll wie sein großer Bruder Rotwein

Die Rebsorten, aus denen Weißwein gekeltert wird, stellen im allgemeinen nicht so hohe klimatische und geologische Anforderungen wie Rotweinreben. Sie sind deshalb auch in allen Weinanbaugebieten anzutreffen, allerdings in sehr unterschiedlichem Ausmaß. In den Ländern, deren klimatische Bedingungen eher als gemäßigt anzusehen sind, werden die meisten der sehr zahlreichen Weißweinrebsorten angebaut.

Die wichtigsten Weißweinsorten

Man unterscheidet Weißweinsorten, die entweder aus einer Rebsorte gewonnen werden oder aber auf eine Kreuzung von Rebsorten zurückzuführen sind. Von der Vielzahl der Sorten seinen hier stellvertretend einige wichtige genannt: Veltliner, Traminer, Kerner, Riesling, Chardonnay, Müller-Thurgau, Sauvignon, Grauburgunder, Scheurebe, Zirfandler.

Weiß im Norden – Rot im Süden

In Europa liegen die Anbaugebiete von Weißwein in erster Linie nördlich der Alpen, vor allem in den Ländern Deutschland und Österreich sowie einigen osteuropäischen Ländern, wie Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Moldawien. Aber auch in den klassischen “Rotweinländern” werden, und das in zunehmendem Maße, Weißweine gekeltert. Ein typisches Beispiel hierfür ist Spanien, wo vor allem in Katalonien und Zentralspanien der Weißweinanbau eine lange Tradition hat.

In Frankreich spielen die weißen Rebsorten vor allem für die Sektherstellung ein bedeutende Rolle. Das Weinanbaugebiet in der Champagne legt davon beredtes Zeugnis ab. Ein weiteres Anbaugebiet ist das Loire-Tal.

Relativ gering hingegen ist deren Anbau in Italien (mit Ausnahme Südtirols) und Griechenland.

Zu den wichtigsten Anbaugebieten in Deutschland zählen das Rheinland, die Pfalz, sowie die Täler der Mosel, der Nahe, der Ahr, des Neckars, des Mains sowie der oberen Elbe. In Österreich ragen die Anbaugebiete in der Wachau, des Burgenlandes sowie der Südsteiermark hervor.

Ein typisches “Weißweinland” ist auch Ungarn, wofür z.B. der berühmte Tokajer spricht.

In den letzen Jahren spielen auf dem Markt zunehmend Weißweine aus Übersee ein wichtige Rolle, vor allem aus den USA, Australien, Neuseeland, Chile und Südafrika.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *